Reisebericht




2011 Köln - Katalonien



Meine Radreise im Jahr 2011 unterscheidet sich in einigen Dingen von den anderen Reisen, die ich mit dem Rad machte. Anstatt in nördlichen Gefilde, radelte ich nun in Richtung Süden, wo es nicht nur trockener ist, sondern auch wärmer beziehungsweise heiß...sehr heiß... Außerdem habe ich diesmal nicht nur eine Fotokamera dabei gehabt. Mein Plan war auf dieser Tour vieles mit einer Filmkamera fest zu halten. Mit einem Film schafft man es am besten, das wieder zu geben, was ein Radreisender alles erlebt. Also habe ich mich auf dieses zusätzliche Abenteuer eingelassen. Ich nahm viele Kilogramm Zusatzgepäck mit und habe während der anstrengenden Fahrt viele Extrastunden gebraucht, damit ich genug Filmmaterial zusammen bekomme. Da ich ja alleine unterwegs gewesen bin, musste ich immer wieder anhalten: Stativ und Kamera aufbauen mehrere Szenen drehen, dann abbauen und weiter geht´s. An guten Tagen kein Problem. Aber an schlechten Tagen oder Situationen...?...auch hier ist Durchhaltewillen gefragt...

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Auf dieser Reise habe ich einige Dinge, die ich schon immer machen wollte, zusammen gefügt, wie: Rheintour, Alpenüberquerung und mal bei so richtig heißem Wetter durch die Landschaft fahren ohne viel Regen. All dies hat sich dann auch so ergeben. Ich würde es immer wieder so machen und kann jedem empfehlen dies mal aus zu probieren: Die Strecke entlang des Rheines in Richtung Basel ist wunderbar. Hier habe ich tagtäglich das erlebt, was ich schon oft in Gesprächen über Deutschland gesagt habe: „Das Beste liegt meist vor der „Haustüre“, man braucht nicht weit zu fahren...“

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Ich war vorher noch nie in der Schweiz. Meine Radtour ging von Basel aus entlang des Juragebirges bis zum Genfer See. Fazit: Sehr schön, sehr anstrengend – immer wieder. Von Genf aus bin ich dann über die Grenze in die Französischen Alpen gefahren. Hier habe ich mir die etwas leichteren Routen durch die breiten Täler ausgesucht. Ich durchfuhr Annecy, Albertville und Grenoble. Kurz vor dem Ort Gap überquerte ich meinen letzten Alpenpass. Dahinter rollte ich direkt in die Provence hinein.

Über die Provence möchte ich nicht zu viel schreiben; dies würde einfach den Rahmen sprengen, da ich vor lauter Begeisterung nicht mehr aufhören würde. Ein Appell an alle: Ihr müsst wenigstens einmal im Leben in die Provence fahren – es ist einfach fantastisch dort.

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Da ich ja immer in Richtung Süden unterwegs gewesen bin, kam irgendwann der Punkt, an dem ich vor einer riesigen blaugrünen Wasserfläche stand. Ich war am Mittelmeer angekommen. Nach der Alpenüberquerung war dies mein zweiter großer Wendepunkt auf dieser Reise.

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Ich fuhr nun immer entlang der Küste. Hier erlebte ich viele schöne Landschaften, aber auch viel Öde. Autobahnähnliche Straßen, staubige, heruntergewirtschaftete Ortschaften beziehungsweise Landesteile in Verbindung mit Hitze... Die Küstenstraße, die entlang der Ostseite der Pyrenäen entlang führt, entschädigt aber für vieles. Es geht ständig auf und ab entlang an einer wunderschönen und schroffen Meeresküste.

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Nach 2000 Kilometern erreichte ich die spanische Grenze. In Spanien bin ich dann entlang der Costa Brava gefahren bis kurz vor Barcelona. Um diese Großstadt habe ich einen Bogen ins Landesinneren gemacht. Hier sind die Straßen stark befahren, oft zu schmal und stark hügelig. Doch lasst euch davon nicht entmutigen, denn je weiter ihr ins Landesinnere fahrt, desto ruhiger und schöner wird es. Ich habe Tage gehabt, an denen ich über einsame Landstraßen rollte und nur ab und an ein Auto vorbei fuhr. Ich saß mitten auf der Straße, um zu pausieren und hörte nichts außer dem Wind und spürte wie die Sonne auf meiner Haut brannte. Die vielen kleinen Dörfer unterwegs sind sehr urig und die Menschen stets freundlich und offen.

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Am Ebrostausee in der Nähe von Riba roja d´Ebre endete dann meine Reise. Auch dieses Gebiet ist absolut empfehlenswert für Naturliebhaber, Wanderer, Angler und auch Radler mit ausreichend Kondition.

In meinem Film „Köln – Katalonien“ könnt ihr euch dies alles, was ich hier nur sehr kurz beschrieben haben, ausführlich anschauen.

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Film-Trailer zur Reise


DVD Bestellung: "Köln - Katalonien Eine Radreisedokumentation von Thomas Pfeiffer"